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Tödlicher Badeunfall im Breitenauer See

Artikel vom 27.05.2012

Ein 26-jähriger Mann ist am Sonntagnachmittag bei einem Badeunfall im Breitenauer See tödlich verunglückt. Nach Informationen der Heilbronner Stimme wurde er zum letzten Mal bei einer Badeinsel in der Nähe der DLRG Rettungswache gesehen. 45 Minuten, nachdem er noch immer nicht vom Schwimmen zurückgekommen war, ließen seine Freunde die Polizei verständigen.

Im Breitenauer See ist am Sonntag ein 26-Jähriger tödlich verunglückt. Foto: aho 
Nach Angaben der Polizei waren die Freunde gerade am Gehen, als der 26-Jährige, der bereits seine Jeans angezogen hatte, plötzlich nochmal ins Wasser zum Schwimmen ging. Das war kurz nach 15 Uhr. Seine Freunde zogen sich in der Zwischenzeit um – und liefen später besorgt zum Kiosk. Von dort wurde die Polizei verständigt.

Sechs Taucher waren im Einsatz

Als die Helfer bei der DLRG Rettungswache von dem Vermissten erfuhren, reagierten sie sofort. „Einer der Freunde konnte die Stelle, wo er ihn zuletzt gesehen hatte, relativ genau beschreiben“, sagt Martin Reinhart, 31, von der DLRG-Wachleitung. Man sei gleich mit einem Boot und sechs Tauchern dorthin. „Innerhalb von zwei Minuten haben wir ihn dann gefunden“, berichtet Reinhart.

Der Mann sei in etwa zwei Metern Wassertiefe auf dem Grund des Sees gelegen. Die Taucher zogen ihn an Land. Er war nach Angaben der Polizei schon längere Zeit unter Wasser gelegen und zeigte zu diesem Zeitpunkt keinerlei Lebenszeichen mehr. Man habe versucht, ihn zu reanimieren, sagt Reinhart weiter. Helfer vom DRK hätten zudem einen Defibrillator eingesetzt – erfolglos.

Erst Dolmetscher gebraucht

Breitenauer See
Eine Informationstafel am Breitenauer See. Foto: aho 
Ein Problem sei offenbar gewesen, dass die Freunde – Saisonarbeiter aus Polen – kein Deutsch gesprochen hätten und deshalb nicht früher jemanden verständigen konnten, sagt Reinhart rückblickend. „Sie haben wohl erst noch eine Freundin aus Heilbronn angerufen, die zum Dolmetschen dazu gekommen ist.“

Wenn jemand um Hilfe geschrieen hätte, wäre ihnen das viel früher aufgefallen. „Wir können erst dann reagieren, wenn wir etwas mitbekommen“, sagt er. Wenn jemand beim Schwimmen einfach untergehe, „hat man gar keine Chance, das zu sehen“.

Fremdeinwirkung ausgeschlossen

Ob bereits die genaue Ursache feststeht, warum der Mann ums Leben kam, war von der Polizei am Pfingstmontag nicht in Erfahrung zu bringen. Nur soviel: Eine Fremdeinwirkung kann ausgeschlossen werden. DLRG-Wachleiter Reinhart berichtet, die Kripo sei am Sonntagnachmittag noch vor Ort gewesen.

Mehrere Notfallseelsorger waren vor Ort im Einsatz. Viele Badegäste waren über den Unfall bestürzt. „Wie kann das nur passiert sein?“, fragt sich eine junge Frau, die mit ihren Freunden zum ersten Mal an den Breitenauer See gekommen war. „Wir haben uns die ganze Zeit gewundert, was da los ist.“

Rettungswagen und Feuerwehr waren über den Weg durch die Liegewiesen zur DLRG Rettungswache gefahren. Die meisten Besucher bekamen das Geschehen so direkt mit. aho

 


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