Bauernschläue
Artikel vom 17.02.2013
Beliebt. Wenn die Theatergruppe Nitzenhausen den Vorverkauf für ihren neuen Dreiakter startet, sind die Karten innerhalb von drei Tagen ausverkauft. Die Qualität der Laienschauspieler hat sich in der Region herumgesprochen. Über 1.000 Besucher verzeichnet der kleine Verein jedes Jahr von Januar bis März. Gerade einmal 110 Sitzplätze gibt es im Dorfgemeinschaftshaus des Künzelsauer Teilorts. Eng geht es jedes Mal her, aber das stört die Besucher nicht. Karin Gesper aus Niedernhall und Freundin Bärbel Tack aus Künzelsau sind treue Fans. "Wir sind immer da. Es ist so familiär", sagt Gesper.
Eröffnung. Kurzweilig gestaltet sich am Freitag die Eröffnungsrede des Vorsitzenden Marcel Schuhmacher. Um einen Stuhl hätten sich die Gäste bei der letzten Veranstaltung gestritten. Kurzerhand wurde ein neues Sitzplatzsystem eingeführt. So soll künftig Ärger vermieden werden. Zu guter Letzt weist Schuhmacher, in Anspielung auf den Pferdefleischskandal, darauf hin: "Unsere Wurst ist rein von der Sau, nix vom Pferd."
Handlung. Nachdem die Scheinwerfer richtig eingestellt wurden, legt die Theatergruppe mit "Opa, jetzt langt’s" von Bernd Gombolt los. Opa Karl Schnäbele (Andreas Pletl) hat sich ein neues Motorrad, ein Handy sowie eine Saeco-Kaffeemaschine gekauft. Die vom Geiz zerfressene Schwiegertochter Magda (Michaela Hügel) tobt, ist sie doch besonders scharf auf das Erbe. Opa Karl lässt sich etwas Gewieftes einfallen: Während alle denken, er läge aufgrund eines selbst verursachten Motorradunfall lebensgefährlich verletzt im Krankenhaus, verzieht er sich für einige Tage in den Mostkeller des Hauses. Von dort aus steuert er eine Gemeinheit nach der anderen gegen seine Schwiegertochter, und am Ende muss auch sie erkennen, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als Geld.
Viel Gelächter. Mit herzerfrischendem Humor bringt die Theatergruppe das Stück auf die Bühne. Angesteckt von der Fröhlichkeit der Besucher verfallen auch zum Ende des Schwanks die Akteure in Gelächter und steigern die Stimmung damit nochmals. "Es hat uns super gefallen", sagt Dieter Huber aus Mulfingen-Jagstberg zum Schluss.
Die weiteren Aufführungen sind am 22. und 24. Februar, 3., 8., 9., 15. und 16. März. Saalöffnung ist um 18.30 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Achtung: Die Sonntagsveranstaltungen beginnen um 18 Uhr, die Türen öffnen eine Stunde zuvor.
Hatten viel zu lachen (von links): Ulrike und Karl Landwehr aus Mulfingen-Jagstberg, Rosalie Deißler aus Schöntal-Sindeldorf und Michael Beez aus Mulfingen-Hohenrot.
Neumodisches "Zeigs": Opa Karl Schnäbele zeigt in dieser Szene seiner Frau Lena seine neueste Errungenschaft, ein modernes grünes Handy.Fotos: Corinna Janßen
Karin Gesper (links) aus Niedernhall und Bärbel Tack aus Künzelsau sind Stammgäste.
Marina Walter (links) aus Ingelfingen-Hermuthausen und Carolin Karle aus Künzelsau-Steinbach haben viel Spaß.
Anneliese Winkler (links) und Anneliese Sahm aus Forchtenberg amüsieren sich gut.
Günter (links) und Jonas Schönbauer aus Künzelsau-Amrichshausen.
Freuen sich auf einen gemeinsamen Abend: Rudolf Gotthardt aus Mulfingen-Jagstberg und Enkel Laurens Friedrich (8).
Die Theatergruppe Nitzenhausen sei super, finden Hans und Theresia Keppler aus Forchtenberg.
Fine Gotthardt aus Mulfingen-Jagstberg mit Enkel Benno Müller (7).
Marco Wieczorek und Lisa Rapp aus Mulfingen-Berndshofen.


