Perfektes Spiel
Marc Thorwartl | Artikel vom 22.01.2012
Auf Torhüter Domenic Bartels konnten sich die Falken beim 4:1 in Schwenningen verlassen.Foto: tho
Auch der erklärte Topfavorit der zweiten Eishockey-Bundesliga konnte die Heilbronner Falken nicht stoppen. Die Schwenninger Wild Wings verloren am Freitag daheim gegen das Team von Falken-Trainer Rico Rossi mit 1:4. Herausragender Akteur auf Heilbronner Seite war Stürmer Michel Léveillé, der mit seinem Doppelschlag in der 34.Minute die Partie entschied. In der Folgezeit agierten die Falken souverän, ließen hinten nichts mehr anbrennen und schaukelten das Ergebnis über die Zeit.
Dass auf ihn Verlass ist, zeigte auch Falken-Ersatztorhüter Domenic Bartels. nach dem überraschenden Abgang von Todd Ford, der letzte Woche um Vertragsauflösung gebeten hatte, wurde der 21-Jährige quasi ins kalte Wasser geworfen. Zwar hatte die sportliche Führungsriege der Falken im Laufe der der Woche reagiert und mit dem Kanadier Ryan MacDonald Ersatz für Ford verpflichtet, doch der Goalie wird erst morgen in Heilbronn erwartet, weshalb Bartels zu zwei Einsätzen an diesem Wochenende kommt.
Bartels wird auch heute Abend um 18 Uhr in der Partie gegen die Eispiraten Crimmitschau das Tor hüten. "Domenic hat in Schwenningen unglaublich abgeklärt gespielt und gezeigt, dass auf ihn Verlass ist. Deshalb habe ich überhaupt keine Bedenken, ihn auch heute Abend einzusetzen", lobte Rossi den jungen Keeper.
Obgleich die Vorzeichen gegen Crimmitschau ganz anders als gegen Schwenningen sind. Die Sachsen kämpfen um einen Play-off-Platz und kassierten am Freitag eine Heimniederlage gegen Riessersee. Deshalb ist ein Sieg in Heilbronn fast schon Pflicht, um die gefährliche Abstiegsrunde zu vermeiden. Im Dezember hatten die Eispiraten zudem die Falken mit einem 8:1-Sieg im Sahnpark deklassiert − die bis heute höchste Niederlage der Heilbronner in der laufenden Spielzeit. Rossi: "Die Niederlage hat richtig wehgetan, und die Jungs sind heiß darauf, sich zu revanchieren."
Unterstützung werden die Heilbronner Falken dabei von annähernd 4.000 Fans im Eisstadion erhalten. Denn der Falken-Sponsor KS Kolbenschmidt GmbH hat für seine Mitarbeiter 2.000 Freikarten bereitgestellt, die in kürzester Zeit vergriffen waren. Außerdem hat sich Kolbenschmidt die Namensrechte am Eisstadion gesichert. Das wird für die nächsten fünf Jahre Kolbenschmidt-Arena heißen. Bereits im Vorfeld bat Falken-Manager Ernst Rupp um Verständnis: "Es wird ziemlich eng auf den Rängen werden, und ich möchte unsere Fans bitten, die Kolbenschmidt-Gäste freundlich zu empfangen und nicht auf ihren Stammplatz auf der Stehplatztribüne zu bestehen. Wir wollen, dass dieses Spiel für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis wird."

