Gilles Muller will es wissen
Artikel vom 22.01.2012
Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Kaum hatte der luxemburgische Tennisprofi Gilles Muller sein Erstrundenmatch bei den Australian Open gegen den Weltranglisten-Achten Mardy Fish (USA) verloren, rief sein Manager bei Uli Eimüllner an. "Er hat mich gefragt, ob Muller eine Wildcard für die Heilbronn Open erhalten könnte." Doch Eimüllner, Direktor des Challenger-Turniers im Tenniscenter Talheim, vertröstete ihn. Doch Mullers Manager rief wieder an, schickte E-Mails, rief wieder an − bis er am späten Freitagabend endlich die Zusage erhielt. Eimüllner: "Muller hat uns bewiesen, dass er es wissen will und heiß darauf ist, bei uns zu spielen."
Der 28-jährige Muller führt somit als 55. der Welt das Teilnehmerfeld bei den 29. Heilbronn Open an. Und das ist gut für die bisherige Nummer eins der Meldeliste, die große deutsche Nachwuchshoffnung Cedrik-Marcel Stebe (21). Professor Dr. Dirk Schwarzer, Sportlicher Leiter: "Es ist ein Vorteil für ihn, nicht topgesetzt zu sein − der Druck ist dann nicht so groß, er kann befreiter aufspielen." Zumal die Erwartungshaltung an den 81. der ATP-Weltrangliste ohnehin schon hoch genug ist. "Er befindet sich derzeit in blendender Verfassung", sagt Schwarzer − und verweist auf Stebes Auftritt bei den Australian Open, wo er erst nach großem Kampf dem australischen Lokalmatadoren Lleyton Hewitt, der ehemaligen Nummer eins der Welt, unterlag.
Die Auslosung des Hauptfeldes am gestrigen Nachmittag ergab, das Muller in seinem ersten Heilbronn-Open-Match auf den Slowaken Martin Klizan treffen wird. Stebe muss gegen Simon Greul antreten. Außerdem kommt es gleich in der ersten Runde zum Endspiel des Vorjahres, denn Vorjahressieger Bastian Knittel muss gegen Daniel Brands ran.
Der zweite Tag der Heilbronn Open beginnt heute um 9 Uhr mit der Qualifikation. Karten gibt es im Internet unter www.heilbronn-open.de oder über die Ticket-Hotline 01805/235747.

