Stuttgart statt Türkei

Olaf Kubasik | Artikel vom 05.02.2012

 

Profiboxer Dominik Britsch plant "einen fließenden Übergang" − von Titel zu Titel, von Gürtel zu Gürtel. Am 25. Februar wird der 24-jährige Neckarsulmer in Stuttgart gegen den 30-jährigen Spanier Roberto Santos um die derzeit vakanten EU-Meisterschaft im Mittelgewicht kämpfen. Den IBF-Intercontinental-Titels verliert er allerdings dadurch.

Denn ursprünglich hätte Britsch seinen Intercontinental-Titel gegen Benjamin Simon verteidigen müssen. Simons Boxstall Arena hatte sich nach eigenen Angaben bei der Versteigerung des Kampfes gegen Sauerland Event mit gebotenen 183.000 zu 131.400 US-Dollar durchgesetzt. Demzufolge hätte der Kampf am 9. März in der Türkei stattfinden sollen und wäre auf Eurosport übertragen worden.

"Ich hätte auch in der Türkei gekämpft", erklärt Dominik Britsch. Aber die ARD habe Einspruch eingelegt. Schließlich gilt Britsch als großer deutscher Hoffnungsträger. Bei der Boxgala in der Stuttgarter Porsche-Arena wird er zweiter Hauptkämpfer des Senders sein. Lediglich übertrumpft von seinem Boxstallkollegen Marco Huck, der gegen den ungeschlagenen Russen Alexander Povetkin um die WBA-WM im Schwergewicht boxt.

Über seinen Gegner weiß Dominik Britsch noch nicht viel − nur, dass er aus dem Supermittelgewicht kommt, den Kampfnamen "Tiger von Benidorm" trägt und kein Schlechter sein soll. Britsch: "Ich mache mir über ihn aber jetzt noch keine Gedanken." Muss er auch nicht − schließlich hat er Trainer Ulli Wegner und Vater Jürgen. "Und die beiden werden mich schon wieder richtig vorbereiten."


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