Sportlich und schön
Artikel vom 04.09.2011
Teamgeist und Disziplin sind Grundvoraus-setzungen.
Katharina Zierhut
Football. American Football ist ein Männersport. Auf dem Spielfeld geht es mitunter sehr hart zu. Am Spielfeldrand hingegen zeigt der Sport seine schöne Seite − das Cheerleading. Cheerleader feuern ihr Team an, zeigen waghalsige Stunts und animieren das Publikum. Bei den Heilbronn Saltminers übernehmen die Salt Crystals diesen Job. Das echo sprach mit der Trainerin Katharina Zierhut über das Training, ihren Werdegang und die schmerzhaften Seiten des Sports.
Amerika. Den American-Football-Sport lernte Zierhut schon früh kennen: "Ich habe zwei Jahre in Amerika gelebt, und dort ist Football ein Muss." Zurück in Deutschland begann die 21-Jährige eine duale Ausbildung zur Mechatronikerin − Studium und praktisches Arbeiten sind dabei verknüpft. Diese brachte sie nach Heilbronn. Die ersten Erfahrungen im Cheerleading sammelte sie allerdings woanders: "Bevor ich hierher kam, habe ich zunächst bei den Holzgerlinger Twisters getanzt." Als sie dann nach Heilbronn zog, stieß sie auf die Saltminers und wurde dort Trainerin der Cheerleadertruppe, den Salt Crystals.
Engagement. Die Anforderungen an die Teilnehmerinnen sind hoch. Zierhut: "Als Cheerleaderin muss man sehr engagiert sein. Spaß am Tanzen, Teamgeist und Disziplin sind auch Grundvoraussetzungen." Vorkenntnisse seien nicht erforderlich, alles Nötige wird im Training erlernt. Training ist zweimal die Woche. Mittwochs in der Ludwig-Pfau-Halle von 19.30 bis 21.30 Uhr, und samstags wird nach den Ferien auf dem Sportplatz des Justinus-Kerner-Gymnasiums ab 15.30 Uhr trainiert. Es gibt keine Altersbeschränkung. Zierhut: "Die Jüngste ist zwölf Jahre alt, die Älteste 24."
Training. Das Training beginnt mit einem viertelstündigen Aufwärmen. Anschließend werden Sprünge und "Group Stunts" wie die Pyramide eingeübt. In der Choreografie gibt es Vorgaben. Zierhut erklärt: "Es gibt zehn bis 20 Motions. Das sind fest geschriebene Bewegungen, die dann miteinander kombiniert werden." Gefahren lauern allerdings auch: "Ich habe bei einer Aufführung fast meinen Schneidezahn verloren. Ich habe den Ellenbogen einer Mittänzerin abbekommen." Aber im Normalfall passiere relativ wenig.

