Im Dialog die Zukunft sichern
Artikel vom 05.02.2012
Die Steinmetze aus Heilbronn-Franken: Obermeister Roland Vorherr (links) und sein Stellvertreter Manfred Holz.
Mister Sax spielt auf seinem Saxofon, die anwesenden Herren und einige wenige Damen laben sich am Buffet und tauschen sich gleichzeitig über Aktuelles und Persönliches aus. Es ist dieser Teil, der den geladenen Gästen wohl am meisten am Herzen liegt beim Obermeister-Neujahrsempfang der IKK classic und von Signal Iduna.
Doch glücklicherweise schaffen es die Gastgeber jedes Jahr aufs Neue, einen eloquenten und kurzweiligen Gastredner aus der Politik zu gewinnen. In diesem Jahr war es Ingo Rust (SPD, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft.
Wolfgang Wörner, Geschäftsführer der IKK-Regionaldirektion Heilbronn-Franken ließ es sich nicht nehmen, über das aktuelle Thema Ärztemangel zu sprechen: "Es gibt nicht zu wenige Ärzte, sie sind nur schlecht verteilt." Die finanziellen Anreize, die junge Ärzte nun aufs Land locken sollen, greifen seiner Meinung nach aber zu kurz. Vielmehr müsse das Leben im ländlichen Raum mit guten Betreuungs- und Einkaufsmöglichkeiten attraktiver gestaltet werden.
Auf dieses Thema ging Rust nicht näher ein, schließlich ist die Wirtschaftspolitik sein Ressort. Hier will die Landesregierung auf eine dialogorientierte Politik setzen, um gemeinsam mit Unternehmen die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft, insbesondere Mittelstand und Handwerk zu stärken.
Die Wirtschaftslage in Baden-Württemberg sei denn auch, vor allem ob der schwierigen europaweiten Lage, gut − dank Export und stabiler Binnennachfrage. Die Umsätze der Handwerksbetriebe sind gar bereits wieder auf Vorkrisen-Niveau und die Auslastung so gut wie nie. Mit einem sozialen und ökologischen Modernisierungsprozess soll diese Entwicklung weiter gehen. "Bei der Umsetzung der Energiewende spielt das Handwerk für uns eine Schlüsselrolle." Gibt es doch gerade beim Gebäudebestand noch erhebliches Energie-Einsparungspotential. Das Land will dabei bei seinen 8.000 eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen. Da dürfen natürlich die Fachkräfte nicht ausgehen. Deswegen wurde im Dezember eine Fachkräfteallianz aus Politik und Wirtschaft gegründet, die diese Gefahr bekämpfen will. Innovations- und Gründungshilfe sind weitere Themen, die für Rust ganz vorne auf der Agenda stehen.
Thomas Randecker (links), Vorsitzender der Handwerksjunioren Heilbronn, und Gerardo D’Osturi, Obermeister der Friseurinnung Heilbronn-Öhringen.
Hermann Schwab (links), Innungsobermeister der Stuckateure Heilbronn und Altkreis Öhringen, mit Wolfgang Hammel, Obermeister der Bauinnung im gleichen Gebiet.
Hermann Christ (links), Innungsobermeister der Maler und Lackierer Heilbronn, und sein Hohenloher Kollege, der Schwäbisch Haller Kreishandwerksmeister Ulrich Stein.Fotos: Stefanie Pfäffle

