"Eine gute Zeit"
Artikel vom 23.05.2010
Philipp Schreiber, Oliver Pfleger und Andreas Huck sind AndiOliPhilipp. Die drei Musiker aus Bad Wimpfen haben sich inzwischen einen Namen in der Branche gemacht und touren durch das gesamte Bundesgebiet. Mit seinem Debüt-Album "Dein Radio" sorgte das Trio für weiteres Aufsehen, und der nächste Höhepunkt steht schon vor der Tür: das Southside-Festival in Neuhausen ob Eck. Mit echo-Volontär Benjamin Widmayer sprachen die Musiker über ihre Karriere, das Entstehen ihrer Songs und ihren ersten Auftritt vor Publikum.
AndiOliPhilipp, einfache Lösung für einen Bandnamen oder gut durchdacht?
Philipp Schreiber: Es ist eigentlich nichts naheliegender, als den Bandnamen mit den einzelnen Musikern in Verbindung zu bringen, weil eben genau aus diesen ja die Band besteht. Wir selbst finden, wir hören uns einfach so an wie AndiOliPhilipp − da war die Entscheidung dann schnell getroffen...
Wie habt ihr euch gefunden und wann folgte der musikalische Einstieg?
Oliver Pfleger: Wir waren schon gemeinsam auf der Grundschule in Bad Wimpfen. Seit der siebten Klasse machen wir zusammen Musik und spielten seitdem in verschiedenen Bands. Inspiriert wurden wir von Bands wie Die Ärzte oder Die Toten Hosen.
Wie würdet ihr eure eigene Musik kategorisieren?
Schreiber: Bands generell in eine Kategorie beziehungsweise in eine Schublade zu stecken, ist immer schwierig und eigentlich auch unnötig. Wenn man uns nach unserem Musikstil fragt, heißt die Antwort: deutscher Pop-Punkrock.
Eure Songs sind oft emotional und handeln von gescheiterten Beziehungen − ist die Musik eine Art Therapie für euch?
Pfleger: Therapie hört sich negativ an. Es ist nicht so, dass wir die Musik benötigen, um irgendwelche negativen Ereignisse zu verarbeiten. Wir texten über Dinge, die uns beschäftigen und die wir erlebt haben −ganz egal, ob positiv oder negativ, manchmal aber auch über rein fiktive Dinge. In unseren Songs geht es demnach um das Leben, die Liebe und darum, eine gute Zeit zu haben.
Wie entstehen die Songs − gemeinsam im Probekeller, oder gibt einer die Richtung vor?
Pfleger: Ganz unterschiedlich. Manchmal bringt jemand einen Text oder eine Melodie mit in den Proberaum, und dann wird zusammen daran gearbeitet. Manchmal hat man aber auch schon einen ganzen Song, bei dem alles passt.
Ihr habt bisher ein Album aufgenommen und tourt ständig durch das Land. Was liegt euch mehr?
Andreas Huck: Konzerte zu spielen, ist für uns das Größte. Es gibt kein besseres Gefühl, als wenn die Leute vor der Bühne stehen und die eigenen Texte mitsingen, einfach eine gute Zeit mit AndiOliPhilipp haben. Aber es ist auch großartig, die Songs im Studio einzuspielen und an ihnen zu arbeiten. Letztendlich benötigt man neues Material, um wieder auf Tour gehen zu können.
Das Release liegt nun fast ein Jahr zurück. Wann kommt das zweite Album?
Schreiber: Wir arbeiten gerade an neuen Songs und werden noch dieses Jahr ins Studio gehen, um das neue Album aufzunehmen. Mit dem Release dauert es somit noch bis Ende 2010 / Anfang 2011.
Den ersten Auftritt vergisst man nie, in welchem Rahmen fand eurer statt?
Huck: Unseren ersten Auftritt zu dritt hatten wir vor über zehn Jahren bei Oli im Keller vor genau drei Leuten. Ein denkwürdiger Abend.
Ihr habt den Play Live Contest gewonnen, jetzt geht es zum Southside Festival, ein riesiges Publikum wartet auf euch. Wie aufgeregt seid ihr im Vorfeld?
Huck: Wir sind natürlich aufgeregt, aber die Vorfreude auf dieses Festival, bei dem um die 50.000 Besucher erwartet werden, überwiegt. Vor allem freuen wir uns, dass wir nach dem Hurricane-Festival 2009 dieses Jahr auf dem Southside spielen können und viele Freunde und Bekannte von uns da sein werden.

