Ein Mädchentraum geht in Erfüllung

Artikel vom 26.09.2010

Auf dem Berg

Beide sind sehr natürlich. Beide tanzen sehr gerne. Die Hohenloher Weinkönigin Jasmin Dorsch (20) aus Pfedelbach Standard mit ihrem Freund Michael, die Weinprinzessin Katrin Sailer (23) aus Bretzfeld-Rappach bevorzugt Salsa. Die Königin beginnt im Oktober ein Lehramtsstudium, die Prinzessin arbeitet als Industriekauffrau. Ein Gespräch mit zwei Frauen, die jeweils ein Amt ausüben, das ihnen vieles gibt, aber auch einiges abverlangt.

Freitag der 13. ist für viele ein Unglückstag. Ihre Amtszeit begann am Freitag, den 13. August. War der Tag für Sie also ein Glückstag?

Jasmin Dorsch: Absolut. Am Freitag den 13. ist für mich ein langjähriger Traum in Erfüllung gegangen. Ich hatte bisher eine tolle Zeit und freue mich schon auf die nächsten Auftritte.

Katrin Sailer: Das Glück stand an dem Tag auf meiner Seite. Mir geht es wie Jasmin − ich freue mich jetzt immer noch auf den nächsten Termin. Aber ich muss auch zugeben: Am Anfang war ich schon etwas aufgeregt.

Wie lief die erste Rede vor großem Publikum?

Dorsch: Unsere erste Rede hielten wir gemeinsam beim Criesbacher Weinfest. Durch die Schule hatte ich schon etwas Übung im Reden schreiben und halten. Ich denke, ich sammle jetzt Erfahrungen, die man später im Beruf auch sehr gut gebrauchen kann.

Sailer: Ich habe mich sehr sicher gefühlt. Die Rede habe ich frei gehalten − ohne große Vorbereitung.

Auf Ihren Terminen tragen Sie Dirndl und Krone. War das gewöhnungsbedürftig?

Dorsch: Ich dachte zunächst, dass mir Dirndl nicht stehen. Schnell konnte ich mich aber an die aufrechte Haltung und das Tragen des Kleides gewöhnen.

Sailer: Das erste Mal war ungewohnt. Aber ich habe mich im Dirndl schnell wohlgefühlt.

Die Weinkönigin und die Prinzessin stehen immer im Mittelpunkt.

Dorsch: Das war schon neu. Man wird oft erkannt, und es wird über einen geredet. Aber schließlich träumt jedes Mädchen davon, mit einer Krone auf dem Kopf im Mittelpunkt des Interesses zu stehen.

Sailer: Man fühlt sich schon ein bisschen wie ein kleiner Star (lacht). Im Ernst: Es ist schön, wenn man von vielen wahrgenommen wird.

Ist der volle Terminplan für Sie ein Problem?

Dorsch: Das gehört dazu. Aber mein Freund und meine Familie kommen oft mit. Das erleichtert einiges.

Sailer: Nein, das habe ich erwartet. Zudem stehen meine Familie und Freunde total hinter mir und begleiten mich oft.

Sie werden in Ihrem Amt auf viele Promis treffen. Freuen Sie sich darauf?

Dorsch: Ja, nicht jeder hat die Möglichkeit dazu. Aber ich nehme sowieso eher den Menschen war − und nicht dessen Funktion.

Sailer: Ich freue mich darauf. Es interessiert mich, wie einige Promis privat so sind.

Auf den Festen wollen Sie viele kennenlernen. Auch Männer. Was unternehmen Sie gegen Anmachen?

Dorsch: Angegraben wird man schon. Aber mit einer gehörigen Portion Schlagfertigkeit kann man sich schon durchsetzen.

Sailer: Diverse Anmachen kommen schon mal vor. Aber wenn mir jemand zu Nahe kommt, weiß ich mir schon zu helfen. Auch Männer sollten wissen, wo ihr Limit ist.

Zum Abschluss: Beschreiben Sie sich doch mal gegenseitig.

Dorsch: Katrin ist eine liebenswerte, junge Frau. Sehr lebensfroh und offen. Man kann ihr einfach vertrauen.

Sailer: Jasmin ist aufgeschlossen, kontaktfreudig, positiv und sehr direkt. Wir verstehen und ergänzen uns sehr gut.

Ein Mädchentraum geht in Erfüllung


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