Ein Zeichen setzen

Artikel vom 29.01.2012

Gut für das Image

"Kein Platz für Rassismus − weder in Heilbronn noch anderswo". Unter diesem Motto setzten gestern in Heilbronn rund 700 Demonstranten ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Dies ist notwendig, denn in Baden-Württemberg gibt es nach Angaben des Landesamtes für Verfassungsschutz mehr als 2.000 Rechtsextreme. Rund 670 sind besonders gewaltbereit. Soweit die Zahlen. Gefährlich ist aber vor allem die Methode, mit der vorgegangen wird. Denn wer sich innerlich für braunes Gedankengut einsetzt, den kann man äußerlich meist nicht mehr als Neonazi erkennen. Springerstiefel und Bomberjacke sind in der Szene out. Vielmehr präsentiert sie sich im Gewand von Otto Normalverbraucher. Passend zur unauffälligen Optik wird über Konzerte oder Sportturniere versucht, Jugendliche anzuwerben. Um gegen rechte Strömungen vorzugehen, muss die Gesellschaft ein Zeichen setzen. Gerade vor dem Hintergrund der rechtsextremen Mordserie ist dies eine Verpflichtung für jeden, der in einem offenen und toleranten Land leben möchte.


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