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Guten Morgen

Artikel vom 15.02.2015
 

Was täten wir nur, wenn es jene Tapferen nicht gäbe, die an schniefigen Erkältungstagen anscheinend pumperlg’sund durch die Gegend marschieren, die am Arbeitsplatz die Zähne zusammenbeißen und zu Hause den Laden in Schuss halten, während die übrige Familie das Bett hütet? Doch ein Loblied auf diese letzten zur Leistung fähigen droht ungehört zu verhallen. Schließlich sind gefühlte 99 Prozent aller Leute krank / erkältet / angeschlagen / fiebrig / matt und/oder grantig.weiterlesen

Artikel vom 08.02.2015
 

So fängt ein Tag dufte an: Als braver Erwerbstätiger fährt man morgens mit Elan der Stätte seines Wirkens entgegen, und schon erhellt ein purpurroter Blitz die Straße. Wie schön. In diesem Glanz wird die Verfehlung dokumentiert: zu schnell gefahren! Nicht viel zu schnell, aber eben doch zu schnell. Dankbar nimmt der erleuchtete Fahrer die in Aussicht gestellte Buße an, in demütiger Vorfreude auf die Höhe der zu entrichtenden Wiedergutmachung.weiterlesen

Artikel vom 01.02.2015
 

Woran es lag, hatte keiner so recht mitbekommen. Aber von einem Moment auf den nächsten war das Wasser im ganzen Haus weg. Mit ziemlich drastischen Folgen: Hände waschen? Fehlanzeige. Reis fürs Mittagessen kochen? Unmöglich. Ein Schluck aus dem Hahn? Nix da. Nur die frischen Schnittblumen hatten Glück: Sie bekamen einen Bodensatz Mineralwasser in die Vase. Ansonsten musste sich jeder im Haus auf reduzierte Aktionen einstellen.weiterlesen

Artikel vom 25.01.2015
 

Der Zeitgeist spielt vielem arg mit. Trampen zum Beispiel schien bis vor kurzem derartig "out", dass Anhalter mit "Daumen hoch" bestenfalls für hoffnungslose Optimisten oder Facebook-Fanatiker gehalten werden konnten. Im Gegensatz zu früher − sagen wir mal: in den Siebzigen −, als Trampen noch völlig normal war, gilt diese Art der Fortbewegung heutzutage als a) saumäßig gefährlich oder b) mega-uncool, weil es viel besser kommt, mit Papis Nobelkarre durch die Gegend zu cruisen.weiterlesen

Artikel vom 18.01.2015
 

Die Lichterkette ist weiblich. Deshalb heißt es DIE Lichterkette. Logisch, dass der Hausherr als galanter Gentleman sich um sie zu kümmern hat, sobald ihr glanzvoller Weihnachtsauftritt vorüber ist. Er weiß genau, was zu tun ist: die Dinger irgendwann Mitte Januar von den Bäumen und Büschen im heimischen Garten runterpfriemeln und mitsamt dem im Keller zwischengelagerten Gewölle vom Weihnachtsbaum in Kartons knubbeln.weiterlesen

Artikel vom 11.01.2015
 

Umzüge: Neben zahlreichen Stunden beim Ein- und Ausräumen von Kisten, beim Entrümpeln und Grübeln über das Für und Wider eher selten getragener Klamotten, verbringt man bei der Verlagerung der eigenen vier Wände einiges an Lebenszeit auf diversen Ämtern. Formular D, Bescheinigung R, 20 Euro hier, 30 Euro da. Der Bürokratie-Marathon kostet Geld und vor allem Nerven. Brav zieht man beim Betreten eine Nummer, nimmt Platz und starrt auf eine Anzeige.weiterlesen

Artikel vom 04.01.2015
 

Autsch, das tat weh! Dass so ein bisschen Schneeschippen derartig für Muskelkater sorgen kann... Doch das Schneeweh sagt zum Glück Ade − wie auch die weiße Pracht. Der Muskelschmerz war ein Wink mit der Schneeschaufel, mehr für die eigene Fitness zu tun. Doch was kann jemand schon unternehmen, der Sportstudios nicht besonders sexy findet? Gar nicht so einfach.weiterlesen

Artikel vom 28.12.2014
 

Man kann es so ziemlich allerorts hören. Wissenschaftler und Experten warnen vor diesem Phänomen: der Artikel-Schwund. „Ich gehe in Kino“, so lautet ein inzwischen ganz alltäglicher Satz in der Gruppe der Elf- bis 15-Jährigen. „Der“, „die“ und „das“ geraten zusehends in Vergessenheit oder werden maximal durch das universell verwendbare „dem“ ersetzt. Für andere Generationen schwer verständlich – aber unter Jugendlichen funktioniert es.weiterlesen

Artikel vom 21.12.2014
 

Wir Deutschen sind fix. Was Italiener, Franzosen, Österreicher, sogar die Schweizer und weiß-Gott-wer-noch-alles auf die Reihe kriegen, das ist für uns ein Klacks. Schon ab 2016 gibt’s bei uns, hopplahopp, die Pkw-Maut. Warum auch nicht? Für heimische Autofahrer bleibt ja alles kostenneutral. Keiner ist so böse zu argwöhnen, dass irgendwann in wahnsinnig ferner Zukunft die abgebremste Kfz-Steuer wieder Gas geben könnte. Und am Ende sind all unsere verratzten Autobahnen wieder tipptopp.weiterlesen

Artikel vom 14.12.2014
 

Ein Jahr kann ganz schön lange sein. Da ist es durchaus möglich, dass einem das ein oder andere Ereignis durch die Gehirnwindungen rinnt und verpufft. Wem in den vergangenen zwölf Monaten etwas entfallen sein sollte, muss darüber aber nicht besorgt sein. Zum Jahresausklang hat das Vergessen keine Chance. Knapp zwei Wochen vor Silvester wird man erbarmungslos an jede kleine Einzelheit erinnert. Denn nun sind sie wieder omnipräsent, die Jahresrückblicke.weiterlesen

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