Ohne Reus geht nichts

Olaf Kubasik | Artikel vom 08.01.2012

Deutlich im Abseits

Nach Bekanntwerden des Wechsels von Marco Reus zu Borussia Dortmund herrschte beim FC Bayern München blankes Entsetzen. Im sonnigen Katar, wo der deutsche Fußballrekordmeister momentan weilt, kam der Trainingslagerbetrieb völlig zum Erliegen. Präsident Uli Hoeneß musste seinen für Donnerstag geplanten 60. Geburtstag auf unbestimmte Zeit verschieben.

MEHRERE ZEITUNGEN berichteten, Hoeneß habe der Mailbox von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mit Krieg gedroht, sollte der Wechsel von Reus nach Dortmund wirklich zustande kommen. In einem Interview mit FCB.tv bezeichnete Hoeneß seinen Anruf wenig später als großen Fehler, den er bereue und für den er sich entschuldige. Gleichwohl wies er darauf hin, dass präsidiale Drohanrufe heutzutage in den besten Patchworkfamilien vorkämen.

DANACH meldete sich auch noch Reus zu Wort. Seine Entscheidung gegen München begründete der Noch-Gladbacher damit, dass er bei einem Klub spielen möchte, "der um die Meisterschaft spielt und mir die Garantie gibt, in der Champions League aufzulaufen". Und dies könnte ein FC Bayern ohne Reus eben nicht garantieren.


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