Etwas zu viel für den Bären

Dominik Jahn | Artikel vom 22.01.2012

Deutlich im Abseits

Was würden Mogli und Balu dazu sagen? Bei den Dschungel-Campern von RTL scheint Anstand und Sitte kein Thema mehr zu sein. Zauselbart-Rocker Martin Kesici wandelte irgendwo zwischen Faultier und Wildsau. Wenn er nicht gerade auf seiner Pritsche herumlungerte, rülpste, furzte und rotzte er, was seine Köperöffnungen so hergaben. Die Dschungelbuch-Affenbande um den selbst ernannten Herrscher King Louie hätte ihn wohl sofort willkommen geheißen. Kurz vor seinem Abgang der Höhepunkt von Kesicis Camp-Aktivitäten: Unfähig, dem Drang der Natur an ausgewiesener Stelle freien Lauf zu lassen, urinierten er und sein Mitbewohner "Das Ailton" mal eben so ins Lager. Der Ex-Fußballstar Ailton überzeugte im Dschungel bisher ohnehin nur durch seine grazile Ballbehandlung. Seine Trainingspartnerin Micaela Schäfer kämpft derweil weiter mit einer schweren Textilallergie. Selbst bei starkem Regen ist sie nicht in der Lage, sich etwas anzuziehen. Und Balu und Mogli? Der Bär mit Gemütlichkeitsgen, der sich gerne auch mit Kokosnüssen verkleidet zum Affen macht, und der Junge, nur bekleidet mit einem Lendenschurz, passen perfekt in die Gruppe der enthemmten Camper.


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