Breno spaltet die Nation

Olaf Kubasik | Artikel vom 22.01.2012

Deutlich im Abseits

Kaum ein Tag vergeht ohne negative Schlagzeilen über den brasilianischen Fußballprofi Breno. Nach einer angeblichen U-Haft aufgrund einer angeblichen Brandstiftung und einer angeblichen Twitter-Pöbel-Attacke gegen seinen angeblichen Verein FC Bayern München soll er sich jetzt auch noch trotz angeblicher Krankschreibung angeblich tätowieren haben lassen − angeblich nachts.

DER FALL Breno spaltet die Nation. 46 Prozent der deutschen Fußballbürger sehen das Amt des Abwehrspielers in der zweiten Bayern-Mannschaft beschädigt und fordern Brenos Rücktritt. 45 Prozent vertreten die Auffassung, dass er Abwehrspieler in der zweiten Bayern-Mannschaft bleiben sollte. Seine Fürsprecher geben Medien, Häusern, Feuerzeugen, Staatsanwälten, Tätowierern und Twitter die Schuld.

ES spricht einiges dafür, dass Breno seine bis zum Saisonende dauernde Amtszeit bei den Bayern aussitzen wird. Vermutlich auf der Auswechselbank oder der Tribüne. Trainer Jupp Heynckes betont zwar, dass Breno inzwischen wieder "voll integriert und voll anerkannt" sei, fordert ihn aber gleichsam auf, alle neuen Fragen umfassend zu beantworten − notfalls auch über Twitter.

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