Alles besser unter Kurz
Olaf Kubasik | Artikel vom 27.01.2013
Hochstimmung herrscht derzeit beim Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim. Nach dem vorzüglichen Rückrundenstart des Traditionsvereins wurde vor allem die Arbeit von Neu-Trainer Marco Kurz über den grünen Klee gelobt. Mittelfeldspieler Daniel Williams erklärte begeistert: "Die Null muss stehen." Dass nach der Partie gegen Gladbach sowohl hinter als auch vor dem Doppelpunkt eine stand, dürfte Williams’ Freude verdoppelt haben.
EINEN UNTERSCHIED stellte auch Andreas Müller fest. Der Manager will erkannt haben, dass die Mannschaft jetzt viel besser organisiert ist. Unter Kurz’ Vorgänger Markus Babbel wussten die meisten Spieler nicht, was sie machen sollen, wo sie sind und warum bei ihnen anstelle eines Torhüters ein solariumgebräunter Indianerhäuptling aus Norddeutschland zwischen den Pfosten steht.
SCHONUNGSlos rechnete auch Tobias Weis mit Babbel ab. Hoffenheims Fastrekordnationalspieler sagte, dass das, was Kurz in kurzer Zeit umgesetzt habe, andere in einem halben Jahr nicht hingekriegt hätten. Das 0:0 am sechsten Spieltag gegen Augsburg erwähnte er nicht. Marvin Compper − wie Weis stolzer Besitzer eines Länderspiels − suspendierte sich aus Protest selbst.


