Von wachsamen Bürgern und winterlichen Seiten
Artikel vom 15.01.2012
Prekärer Fall. Der Mann, der in Eppingen und in Zaberfeld Frauen überfiel und ihnen die Unterwäsche klaute, stellt die Polizei vor Rätsel. Kriminalpsychologen beschäftigen sich intensiv mit der Erstellung eines Täterprofils. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass es sich bei den Überfällen um ein und denselben Mann handelt. Zu ähnlich sind die Taten, also das perverse Vorgehen des Unbekannten. Jetzt ist es wichtig, das betont auch Heilbronns Polizeissprecher Harald Schumacher, dass jedes noch so kleine Detail gemeldet wird, was auf den Täter hinweisen könnte. Dies ist jedoch ein schmaler Grat, denn es darf nicht dazu führen, dass nach Gutdünken harmlose Zeitgenossen unter Generalverdacht gestellt werden. Für die Polizei ist es ein schwieriger Fall, der ohne wachsame Bürger vermutlich nicht zu lösen sein wird.
Homepage. Künzelsau hat eine neue Homepage. Und die sorgt für Gesprächsstoff. Denn wer auf sie klickt, sieht eine Comic-Zeichnung, die für die Stadt prägende Elemente wie die Bergbahn, den Hochschulcampus oder auch die Röhrenrutsche des Hallenbades darstellt. Vergleicht man die Startseite der Hohenloher Kreisstadt mit der von anderen großen Städten der Region − also Heilbronn, Öhringen, Eppingen, Neckarsulm oder auch Bad Rappenau −, fällt schon ein deutlicher Unterschied auf. Alle anderen setzen auf einen sehr sachlichen Auftritt. Der Eindruck, man könne nicht alles auf der Seite finden, soll gar nicht erst aufkommen. Künzelsau hingegen geht einen anderen Weg. Das ist gut und bringt sicherlich neue Klicks. Alleine die schneebedeckte Landschaft sollte man wieder rausnehmen. Denn bei dem milden Winter ein Bild zu nehmen, das eher an ein Skigebiet in Österreich erinnert, ist dann doch sehr gewagt...
Michael Schwarz
Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann geht im Netz neue Wege.Foto: Stolla

