Nach dem Schaden kommt meist der Spott
Artikel vom 27.11.2011
Engagement. Bei einem Forum am Donnerstagabend in der Heilbronner Kreissparkasse wurde darüber diskutiert, wie wichtig das Engagement von Stiftungen für die Hochschulen in der Region ist. Dabei wurde deutlich: Wäre man alleine auf das Geld von Vater Staat angewiesen, könnten sich die Hochschulen bei uns nicht in dem Tempo weiterentwickeln, wie sie es seit geraumer Zeit tun. Hier fließt das Geld der Stiftungen in einen Bereich, wo es benötigt wird. Denn schließlich hat die Region Heilbronn-Franken im Vergleich zu Ihrer Wirtschaftskraft noch immer viel zu wenige Studenten. Da sind andere Regionen im Südwesten schon deutlich weiter. Von daher kann auf das Engagement von Stiftungen nicht mehr verzichtet werden. Wer das kritisiert, sollte im Blick haben, dass es wegen knapper staatlicher Kassen anders gar nicht mehr geht. Dies ist die schlichte Wahrheit.
Casting. Der in Bad Friedrichshall geborene Schauspieler Sebastian Deyle ist in der Show "The Voice of Germany" aufgetreten. Erfolglos. Früher sorgte der inzwischen 34-Jährige noch mit einer Rolle in der ARD-Soap "Marienhof" oder als Moderator in der Sat-1-Show "Quizfire" für Aufsehen. Am Donnerstag wurde er von der Jury − unter anderem besetzt mit Nena und Xavier Naidoo − nicht einmal mehr erkannt. Deswegen muss er sich jetzt vor allem im Netz schadenfrohe Kommentare gefallen lassen. Zugutehalten sollte man Deyle aber fairerweise, dass er mutig war. Denn wer als Promi in einer Castingshow auftritt, riskiert bei Erfolglosigkeit einiges. Auch hier gilt: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Fusionen. Mit Spott muss auch der Fußball in Heilbronn seit langer Zeit umgehen. Derzeit wird versucht, mit der Fusion von Vereinen die Kräfte zu bündeln. Nach den Bemühungen von Union Böckingen und dem FC Heilbronn gaben jetzt der VfL Neckargartach und die Spvgg Frankenbach bekannt, sich zusammenschließen zu wollen. Vielleicht bringen solche Fusionen ja den Fußball in Heilbronn nach vorne. Nötig wäre es jedenfalls.
Michael Schwarz
An der Hochschule Heilbronn gibt es aktuell 16 Stiftungsprofessuren.Foto: Archiv/Dirks

