Das richtige Rezept

Marc Thorwartl | Artikel vom 01.02.2012

Das richtige Rezept Die Falken (dunkle Trikots) setzten die Gäste aus Garmisch permanent unter Druck und gewannen mit 4:1. Foto: Thorwartl

Der Angstgegner ist keiner mehr. Gegen jeden Klub hatten die Heilbronner Falken in der zweiten Eishockey-Bundesliga diese Saison bereits gewinnen können − nur nicht gegen den SC Riessersee. Der Aufsteiger hatte bis zum Sonntag immer das richtige Rezept gegen die offensivstarken Falken gefunden und seinerseits auf Konter gelauert, die dann meist von Lubor Dibelka, dem Topscorer der Liga, verwertet wurden. "Wir müssen diesen Block ausschalten, dann sollte sich unsere individuelle Stärke durchsetzen", gab Falken-Trainer Rico Rossi als Devise aus.

Eine Taktik, die aufging. Von Beginn an drückte seine Mannschaft dem Spiel den Stempel auf. Die Gäste wurden permanent unter Druck gesetzt, und nach den zwei schnellen Toren durch Luigi Calce und Michel Léveillé bogen die Falken frühzeitig auf die Siegerstraße ein. Allerdings versäumten sie es in der Folgezeit, aus ihren vielen Chancen mehr Kapital zu schlagen. So wurde es zu Beginn des Mitteldrittels noch einmal spannend, als die Gäste in Unterzahl den Anschlusstreffer erzielten. Doch spätestens mit Corey Mapes’ Hammer von der blauen Linie zum 3:1 in der 38. Minute war die Partie gelaufen. Francis Lemieux erzielte dann noch in der 42. Minute mit einer tollen Einzelaktion in Unterzahl den 4:1-Endstand.

Torhüter-Neuzugang Ryan MacDonald hinterließ am ersten Wochenende einen guten Eindruck. Sowohl in Bietigheim als auch gegen Garmisch zeigte er, dass er durchaus mit den besten Keepern der Liga Schritt halten kann. "Er benötigt noch etwas Spielpraxis,aber er strahlt jetzt schon Ruhe auf seine Vorderleute aus", erklärte Rossi. Trotzdem wird er auch zukünftig ab und zu Back-up-Goalie Domenic Bartels ins Tor stellen.

"Ich habe sechs spielbereite Ausländer. Fünf dürfen aber nur eingesetzt werden. Deshalb werde ich das Rotationsprinzip anwenden. Jeder wird einmal auf der Tribüne sitzen", erläuterte Rossi. Ein kluger Schachzug. Alle Importspieler bleiben so im Spielrhythmus. In Bietigheim pausierte Bryan Marshall, gegen Garmisch traf es Cory Urquhart. Wer am Freitag beim Heimspiel gegen Schlusslicht Dresden um 20 Uhr auf der Tribüne sitzt, wollte Rico Rossi vorab noch nicht verraten.


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