Flirten für Laien
Artikel vom 15.09.2010
Nicht jede Frau möchte von fremden Männern sofort eingeladen werden.
Die hohe Kunst des Flirtens erlernt Mann nicht über Nacht. Ratgeber scheinen zwecklos, Alkohol macht das Ansprechen oft einfacher, aber der vermittelte Inhalt leidet darunter. Rebecca Mildner ist Model bei der Agentur "Models and More" in Heilbronn. Durch ihre Auftritte und nächtlichen Streifzüge kennt sie das Flirtverhalten des männlichen Geschlechts nur zu gut. Im Gespräch mit echo-Volontär Benjamin Widmayer versucht sie Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Streifzug durch die Clubs und Bars zu geben.
Sag mal, bist du öfter hier?
Rebecca Mildner: Der Spruch ist eigentlich gar nicht so schlecht. Er ist nicht so aufdringlich und man kann das Ganze auch recht schnell beenden. Das ist noch einer von den netteren Sprüchen.
Entschuldigung, starr ich Sie an?
Mildner: Wenn über einen längeren Zeitraum Augenkontakt besteht, ist das ein sehr gutes Zeichen. Augenkontakt ist sehr wichtig. Mann darf uns aber auch nicht anstarren. Immer mal wieder gucken und wenn offensichtlich Interesse besteht, aufstehen und ansprechen. Wenn Frauen versuchen, sich interessant zu machen, ist das ein klares Zeichen. Wir geben Impulse über die Mimik, die eine sehr wichtige Rolle spielt.
Wann sollte ich nicht stören?
Mildner: Wenn ich mit einer Freundin in ein Gespräch vertieft bin, ist es wirklich blöd. Gerade wenn ich sie lange nicht mehr gesehen habe und wir intensive Gespräche führen, ist das sehr störend und muss nicht sein.
Darf ich Ihnen was bestellen?
Mildner: Wenn mir jemand einfach so einen Drink bestellt, ohne das wir vorher miteinander gesprochen haben, finde ich das zu aufdringlich. Wenn es vorher gefunkt hat, ist das etwas anderes. Manche Mädels gehen aber auch nur mit dem Ziel weg, eingeladen zu werden. Da sind wir sehr unterschiedlich.
Sprechen Sie an oder lassen Sie ansprechen?
Mildner: Beides irgendwie. Auf der einen Seite lasse ich mich gerne ansprechen. Wenn man sich schon ein bisschen kennt, ist das eine ganz andere Situation. Natürlich ist das auch situationsabhängig: Wenn ich gute Laune habe, wäre es auch möglich, dass ich wildfremde Männer anspreche.
Und wie bin ich bisher?
Mildner: Man merkt, dass Sie sich anstrengen. Es ist aber noch ausbaufähig. Mein Tipp an alle Männer: einfach natürlich sein.
Frauen senden klare Zeichen, die Männer häufig nicht zu verstehen scheinen.Fotos: Archiv/Widmayer

