Nicht alles glauben
Artikel vom 11.01.2012
Dem Aberglauben zufolge passieren an einem 13. eines Monats, vorausgesetzt er fällt auf einen Freitag, besonders viele Unglücke. In zwei Tagen tritt diese Konstellation wieder ein − und vielen Menschen läuft es schon heute eiskalt den Rücken herunter. Das ganze geht sogar so weit, dass einzelne Hotels die Zimmernummer 13 an diesem Tag nicht vergeben oder manche Fluggesellschaften die Sitzreihe 13 weglassen, um Probleme mit abergläubischen Passagieren zu vermeiden. In der Vergangenheit versuchten Fluganbieter sogar, den Aberglauben der Fluggäste durch verbilligte Tickets zu vertreiben. Als Folge wird im Internet darüber diskutiert, wie man an dem Tag an günstige Angebote in der Reisebranche kommen kann. Bei den richtig "Gläubigen" kommt letzteres sowieso nicht in Frage. Sie setzen an dem Tag keinen Fuß vor die Tür − und bibbern so stark, dass ihnen am Ende erst recht etwas zustößt. Bei ihnen tritt der Fall der selbsterfüllenden Prophezeiung ein. Motto: Wer sich lange genug ein Unglück einredet, dem passiert es dann auch. Dabei heißt es doch, man soll im Leben nicht immer alles glauben. Das gilt auch für den Aberglauben.

