Keine guten Schlagzeilen
Artikel vom 18.01.2012
Der Spruch "Besser eine schlechte Presse als gar keine" muss derzeit jeden Heilbronner beunruhigen, dem etwas am Image der Stadt liegt. Denn war die Käthchenstadt zuletzt bundesweit in den Schlagzeilen, verbarg sich dahinter zumeist nichts Gutes. So beschäftigte der Polizistenmord über lange Zeit die ganze Republik − und brachte Heilbronn eine mediale Aufmerksamkeit, auf die man sicher gerne verzichtet hätte. Ein Tag vor Heiligabend kam es auf offener Straße zu einer Schießerei, am vergangenen Samstag wurde ein 62-Jähriger durch mehrere Schüsse getötet. Natürlich sind das alles Einzelfälle. Natürlich kommt so etwas in jeder größeren Stadt vor. So bewertet auch das Rathaus die Situation (Seite 5) − und liegt damit richtig. Denn in Heilbronn passiert schließlich auch viel Gutes. Das gilt für die Stadtentwicklung genauso wie für die qualitativ immer besser werdenden Angebote im Freizeit- und Kultursektor. Deshalb bleibt zu hoffen, dass die größte Stadt der Region in anderen Gegenden der Republik bald wieder für positivere Schlagzeilen sorgt. Dies ist vor allem denjenigen zu wünschen, die sich tagtäglich für ein gutes Image Heilbronns einsetzen.

