Spekulationen um Nachfolger
Olaf Kubasik | Artikel vom 07.12.2011
Theo Zwanziger tritt zurück. Nicht sofort, aber im Oktober 2012 soll Schluss sein. Und dann wird der Deutsche Fußball-Bund, dieses "Wetten, dass..?" unter den deutschen Sportverbänden, ohne seinen beliebtesten Präsidenten seit Gerhard Mayer-Vorfelder auskommen müssen. Dementsprechend besorgt ist man beim DFB. Denn die Nachfolgersuche gestaltet sich schwierig. Zu groß sind die Fußstapfen, die Zwanziger nach sechsjähriger Regentschaft hinterlässt. Zudem haben zahlreiche Hochkaräter bereits abgesagt. Teilweise mit fadenscheinigen Begründungen. Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß ließen das unter Schockstarre stehende Fußball-Deutschland wissen, sie hätten Aufgaben bei einem Verein zu erledigen, der bedeutender sei als der DFB. Der Schweizer Sepp Blatter zeigte Interesse, stellte jedoch zu hohe Schmiergeldforderungen. Und Felix Magath erklärte, er stünde bereit − sofern er auch Bundestrainer sein dürfe. Insidern zufolge überlegt der DFB, den mehr als 100 Jahre alten Fußballdampfer nun einer eingespielten, konfliktfähigen Doppelspitze anzuvertrauen: dem 64-jährigen Manfred Amerell und dem 28-jährigen Michael Kempter.

